Jugendhaus der Evangelischen Kirchengemeinde Drevenack

Gedenkstättenfahrten

Fahrten gegen das Vergessen

Foto: privat

Sommer 2018

Unsere Peer-Leader besuchten das Anne-Frank-Museum in Amsterdam/NL

 

1989 Dachau in Bayern

1991 Buchenwald – Weimar

1992 Buchenwald – Weimar

1994 Buchenwald – Weimar

1995 Auschwitz in Polen

1997 Bergen – Belsen

auf den Spuren der Anne Frank

2001 Auschwitz in Polen

2006 Auschwitz in Polen

2008 Buchenwald – Weimar

2015 Hadamar in Hessen

HadamarBild

Im Rahmen unseres Projekts: „Verdammt lang her“ besuchen wir am

08.02.2015 Die Gedenkstätte der Tötungsanstalt Hadamar

30.03. – 31.03.2015 Die Gedenkstätte Buchenwald/Weimar

30.09 – 05.10.2015 Die Gedenkstätte Auschwitz in Polen

Gegen das Vergessen – 75. Jahrestag der Reichspogromnacht

Rückblick
Lieder, Gesang und Tanz gegen das Vergessen
Jugendliche der evangelischen Kirchengemeinde Drevenack erinnerten an die Pogromnacht.
Von Autor: Andreas Rentel
Aus Gemeindebrief 1-14Einen „schrecklichen Teil der deutschen Geschichte“ beleuchteten zehn Jugendliche der evangelischen Kirchengemeinde Drevenack am Samstagabend in der Dorfkirche. „Gegen das Vergessen“ hatte die Gruppe ihr Engagement zum 75. Jahrestag der Reichspogromnacht betitelt. Mit Musik, Gesang, Lesungen und Tanz setzten sich die 13- bis 18-Jährigen mit diesem Verbrechen auseinander. Auschwitz ist vielen unbekannt. „Das Thema ist nicht mehr präsent“, beschrieb Jugendleiter Dieter Bückmann das Problem. 75 Jahre sei für die Teilnehmer „sehr weit weg“. Dabei erstaunte ihn bei den Vorbereitungen zu dem Abend, dass manche sogar mit dem Namen Auschwitz nichts anzufangen wussten. „Man muss schon anleiten“, meinte er. „Wo spürt ihr Ungerechtigkeiten?“ -dieser Frage ging die Gruppe nach. Etwa beim Mobbing in der Schule; zwei Beiträge drehten sich um diesen Aspekt. Pfarrer Helmut Joppien meinte eingangs, das prägnante Datum sei mit sehr „vielen Ereignissen verbunden“. Seine Überzeugung: „Keiner konnte mehr sagen, er hätte nichts gewusst.“ Intensiv arbeiteten sich die zehn Jugendlichen ins Thema ein. Zwei Lieder sangen die Besucher des Gedenkens mit, darunter „Wir sind die Moorsoldaten“. In einem Beitrag ordneten sie das Pogrom historisch ein, nannten die erschreckenden Zahlen der Opfer und der von den NS-Schergen angerichteten Schäden. Auf einer Leinwand zeigten sie ein passendes Bild: Ein dicker Stiefelabdruck auf einem Davidstern. Denn die Nazis traten die Juden tatsächlich mit Stiefeln. Der alte Choral „Aus tiefer Not ruf ich zu Dir“ passte inhaltlich genau. Der Umgang mit dem Rechtsextremismus spiele in der offenen Jugendarbeit der Gemeinde ohnehin stets eine Rolle, betonte Bückmann. Sein Ansatz: „Sehr selbstkritisch, spontan und kreativ“ wolle er Projekte und Angebote machen.